„ONE DAY FLASH OF ROCK´N´HEIM 2015“

ROCK´N´HEIM „One day Flash“ 2015

Hockenheimring 

Trotz angekündigtem Regen beim leider auf einen Tag verkürzten „One day flash“ ließen es sich rund 14.000 Fans nicht nehmen und kamen am heutigen Sonntag, 23.08.2015, zu ROCK’N’HEIM in die Rennstadt Hockenheim.
Eingeläutet wurde das stark verkleinerte Festival von der Metal-Band „While she sleeps“, die mit harten Tönen auch den letzten noch verschlafenen Besucher aus den Träumen riss, der in der noch grellen Sonne auf die angekündigten Top-Acts ausharrte.

Die Engländer schonten dabei weder sich noch das Material, so dass nach kurzer Zeit das erste Mikrofon dem harten Einsatz des Sängers Lawrence Taylor zum Opfer fiel. Nach heftigen Headbanger-Einlagen konnten die Jungs dann aber ohne weitere Ausfälle von der Bühne springen.
Die Zeit des Bühnenumbaus konnten wir nutzen, um die Stimmungen der ersten Festival-Besucher einzufangen. Und hier zeichneten sich insgesamt eindeutige Übereinstimmungen in den Aussagen wieder: Ein Tag ist zu kurz, um richtig in Festival-Stimmung zu kommen. Aber – die Top-Acts wie K.I.Z., Kraftklub und Linkin Park waren DER Anreiz schlecht hin, um ROCK’N’HEIM auch im Jahr 2015 (wieder) zu besuchen. Und so wurden die weniger großen Bands als Warmup oder als Pause für ein gediegenes Bierchen genutzt.
Während sich so die Festival-Fläche nun doch langsam füllte, heizte Halestorm mit weiteren Metal-Tönen ein. Hier wurde der ein oder andere Besucher dann doch überrascht, denn eine wahre Seltenheit im Heavy Metal-Genre– die Frontfrau Lzzy Hale– ließ ihre kratzige Rockröhre dazu kreischen. Die aus den Vereinigten Staaten angereiste Gruppe versuchte alles, um alle Besucher wissen zu lassen – „Heute geht es in die Vollen“.
Das machten auch die kanadischen Jungs von „Simple Plan“ vom ersten Ton an klar. Zwischen kräftigen Punkrock-Beats animierten sie die Fans vor der Bühne immer wieder aufs Neue zum Springen, Tanzen und Mitgröhlen. Wenngleich dies bei der nicht so ganz aufkommenden Festivalatmosphäre doch recht schwierig anmutete, so gelang es den Rockern von Song zu Song besser, Bewegung in die teilweise trägen Festivalbesucher zu treiben.
So im Drive konnte nach kurzer Zeit bei Irish Folk-Punkrock weitergerockt werden. Die irisch-amerikanische Band „Flogging Molly“ brachte mit Akkordeon, Mandoline, Geige und Banjo ganz andere Töne auf die Bühne wie die headbangenden vorherigen Bands. Im Publikum hieß dafür aufpassen und Platz machen, denn einige packten alle Energie in ihren Rundtanz.
Und dann war er da…der erste größere Act, auf den so viele der noch gelangweilt rumliegenden Menschen gewartet hatten – K.I.Z.. Die Hip-Hopper aus Berlin zeigten mit ihrem militärischen Outfit, dass harte Worte folgen. Und so peitschten sie einen Rap nach dem anderen ins Publikum, um dann wieder sanft Luftballons über ROCK’N’HEIM steigen zu lassen und die Fans mit buntem Konfetti zu beschießen.
Zwar wurden in diesem Jahr witterungsbedingt kurzfristig die „legendären“ Hände, die gleichzeitig Markenzeichen der Band „Kraftclub“ sind, entfernt, dafür waren die Fans aber umso mehr da, denn der an sich weg gewünschte Regen brach dann letztlich doch über Hockenheim herein.
Auch wurde es mit dem Regen deutlich kühler, doch das alles tat der Stimmung keinen Abbruch, denn die Fans der Band sowie die restlichen Besucher von „Rock´n´Heim“ feierten kräftig weiter und heizten so die Stimmung weiter für die Band „Farin Urlaub Racing Team“ an.
Farin Urlaub, auch bekannt als Frontmann und Sänger der Kult-Punk-Band aus Berlin, den „Ärzten“, gelang es das Publikum trotz strömenden Regens ordentlich bei Laune zu halten.
So hatte der darauf folgenden Headliner „Linkin Park“ eine gute Stimmungsbasis für einen gigantischen Abschluss eines kurzen „ONE DAY FLASH OF ROCK´N´HEIM“
„Linkin Park“ überzeugte noch einmal mit harten Crossover-Beats, einer intensiven Lightshow, gepaart mit Fantasie-Bildern auf der Bühnenleinwand, und zog so auch die letzten Kraftreserven aus den durchnässten Besuchern.

Fazit:

Unser Fazit des “ONE DAY FLASH OF ROCK´N´HEIM”:
Wir sind der gleichen Meinung wie eine Vielzahl der “Rock´n´Heim“-Besucher: „ROCK´N´HEIM“ muss wieder mehrtägig und voller guter Acts sein!!
Die Besucher des diesjährigen „Festivals“ sind sich einig – dies war den Namen „Festival“ nicht würdig.
Vermisst wurden Schlammschlachten beim Camping, feiern auf den Campingplätzen nach den Konzerten, Grillen mit Freunden und Bekannten oder welchen, die man erst kennenlernen konnte.
Auch das „NEONGRÜNE“ Äffchen wurde vermisst. Sah man im letzten Jahr noch viele, viele mehr mit Masken, Maskeraden und/oder Kostümen, so waren es in 2015 nur vereinzelt welche, die versuchten, den „Festival-Spirit“ widerzuspiegeln.
„Rock’n’Heim“ hat das Potenzial, ein richtig gutes Festival zu sein – aber, da sind wir und (laut unseren Umfragen) rund 90% der Besucher aus 2015 uns einig, nur „mehrtägig“!
Aber eines rechnen wir Marek Lieberberg hoch an – er hat versucht, uns trotz der vielen Festivals diesen Sommer wenigstens einen schönen Festival-Tag zu bescheren, was ihm dank der Top-Acts auf dem „Line up“ auch insgesamt gut gelungen ist.
Wir freuen uns aber schon auf ein Wiedersehen mit euch bei einem (hoffentlich längeren) „ROCK’N’HEIM 2016“!

Bis dahin, let‘s rock,
euer Dannie & eure Nicole (Hockenheim-FM)

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