The Australian Pink Floyd Show zu Gast in Mannheim

The Australian Pink Floyd Show zu Gast in Mannheim

SAP-Arena Mannheim am 11.04.2016

Wer kennt sie nicht, die großen Hits von „Pink Floyd“, wie z.B. „Another brick In The Wall“ oder „Sine On You Crazy Diamonds“. Doch leider können wir heutzutage nicht mehr in den Genuss dieser großen Hits auf der Bühne kommen…dachten wir.

Doch am Montag, 11.04.2016, wurde Mannheim mal wieder vom Gegenteil überzeugt. Denn die weltweit erfolgreichste Pink Floyd Tribute-Band, „The Australian Pink Floyd Show“ gastierte mit der „Das Beste vom Besten“-Deutschlandtour in der Metropolregion.

Wie hoch geschätzt sowohl diese Combo als auch die britische Kultband „Pink Floyd“ ist, konnte man direkt beim Abdunkeln des Saales vernehmen. Denn es war noch nicht einmal der erste Ton gespielt, kamen schon Anfeuerungs- und Jubelrufe aus den Reihen des Publikums. Hier waren, wie wir in den Pausengesprächen erzählt bekamen, doch viele bereits zum zweiten oder dritten Mal zu Gast bei „The Australian Pink Floyd Show“ und jeder hiervon gab zu verstehen, dass es immer ein wirklicher Ohrenschmaus war, diese Combo zu hören. Doch nun hofften alle auf eine, wenn auch schwer mögliche, nochmalige Steigerung des Auftrittes, handelt es sich doch um die „Best of“-Tour, frei nach dem Motto „Wir wählen aus den besten Songs der britischen Rockband nochmals die allerbesten aus und rocken diese noch mehr!“. Eine richtige Mammutaufgabe, standen doch insgesamt 15 Studioalben sowie eine Vielzahl an Liveaufnahmen und Compilations zur Wahl – und jedes einzelne der neun Bandmitglieder hatte natürlich „seinen/ihren eigenen Favoriten“.

Aber, um es direkt vorwegzunehmen – die rund 2.500 anwesenden Fans wurden nicht enttäuscht und taten dies auch durch lautstarken Beifall und Zurufe immer wieder kund.

In der rund zweistündigen Show präsentierten die komplett in schwarz gekleideten zwei Australierinnen und sieben Australier eine Zeitreise durch sämtliche großen Hits der Bandgeschichte von „Pink Floyd“. So konnte nochmals durchlebt werden, wie aus dem ursprünglich psychedelischen Stil eine musikalische Weiterentwicklung in der Bandgeschichte stattfand und immer wieder die Massen aus gutem Grund mit sich riss.

Warum wir extra erwähnen, dass alle Bandmitglieder gänzlich dunkel gekleidet waren? Wir fanden es klasse, wie sich die Künstler an sich hiermit aus dem Mittelpunkt zogen und den Fokus komplett auf die genialen Stimmen und die im Hintergrund ablaufenden Videos auf der Leinwand platzierten. Jeder Sänger oder Instrumentalist, der gerade keinen Part beizutragen hatte, begab sich zusätzlich von der Bühne, um keine Ablenkung zu schaffen.

Diese Uneigennützigkeit ist einfach unglaublich. Denn kaum ein anderer Musiker nimmt sich als Person dermaßen in den Hintergrund, um noch mehr Gewicht auf die musikalischen Künste zu lenken. Aber wir können getrost sagen – selbst mit auffälligen Bühnenoutfits hätte nichts, aber auch gar nichts, von diesen gigantischen Interpretationen jedes einzelnen Songs ablenken können. Die Stimmen der Sänger liegen dermaßen eng am Original, dass man mit geschlossenen Augen eine Zeitreise zurück zu den wirklichen „Pink Floyd“-Auftritten erleben konnte und eine Unterscheidung sicherlich auch dem größten Fan schwergefallen sein dürfte.

Die psychedelischen Parts ließen einen in eine andere Welt hinwegtreiben, die rockigeren Einschübe faszinierten hingegen durch die massive Power in Stimm- und Instrumentalpartitionen. So schmetterte nicht nur ein Saxophonsolo einem sprichwörtlich die Ohren weg, auch wurden die unterschiedlichen Gitarrenriffs zum wahren Zauberspiel der Töne. Unglaublich, welche Töne man aus den einzelnen Instrumenten herausholen kann. Apropos Gitarren – die weit bekannten „Luftgitarren“ sind ab sofort durch „Laser-Gitarren“ abgelöst. Denn parallel zu dem Gitarrenspiel auf der Bühne konnte so mancher Zuschauer fast schon die Töne an den Laser-Saiten“ in der Luft mitzupfen können. Wie dies funktioniert, ließ der Lichttechniker durchblicken, in dem die entsprechende, in die Luft projizierte „Laser-Saite“ in Perfektion parallel zum richtigen Gitarristen zum Mitschwingen animiert wurde.

Doch nicht nur die Laser-Illuminationen hatten ihre Wirkung, auch die während der Liedstücke auf der Leinwand eingespielten Videoausschnitte führten zu entsprechenden Reaktionen im Publikum. Denn die Künstler ließen es sich nicht nehmen, beispielweise die aktuellen Hauptakteure der Weltpolitik kritisch und teils auch sarkastisch ins Bild zu rücken – ein deutliches „Nein“ zur „thought control“, also Gedankenkontrolle, war hier klar zu vernehmen. Aber damit dies nicht zu politisch wird, waren auch immer wieder lustige, träumerische oder psychedelische Elemente dabei – eben einfach völlig passend zum jeweiligen Songtext.

Welche Hits wirklich gespielt wurden, wollen wir jedoch den sich noch freuenden künftigen Besuchern dieser Tour nicht vorwegnehmen. Nur eines sei gesagt – DER Hit, den wohl jeder kennt, „The Brick In The Wall“, hatte natürlich seinen gebührenden und perfekten Auftritt ;-)!

Dass eine derartige Show außergewöhnlich ist und völlig in den Bann zieht, war deutlich bei den treuen Anhänger in der Halle zu sehen: Egal, in welche Richtung man sich umsah, überall leuchteten Handydisplays im Video- oder Fotomodus auf, Köpfe wippten lässig im Takt mit und die Hände und Füße konnten einfach auch nicht stillgehalten werden. Diese tolle Bestätigung für die Künstler wurde nur noch durch den tosenden Beifall und die „standing ovations“ am Ende des Konzertes verstärkt.

Wenngleich man der Band sicherlich gerne noch mehr Zuschauer an diesem Abend gewünscht hätte, diese grandiose Unterstützung durch das Publikum ließ sich die Künstler sicher vor einer prall gefüllten Halle spielend fühlen.

Es sei uns gestattet, zwei Herren aus Washington D.C., die auf ihrem Kurztrip nach Deutschland extra zu dieser Show gekommen sind, zu zitieren, ist es doch ein dermaßen großes Kompliment für die Künstler und die Location (Wir erlauben uns jedoch, die Aussage des besseren Verständnisses wegen ins Deutsche zu übersetzen.):
„Wir waren bereits schon ein bzw. zwei Mal bei einem Konzert der „Australian Pink Floyd Show“. Wir waren gemeinsam bei deren großen Auftritt in Chicago. Die Shows waren wirklich klasse, aber die heutige Show in Mannheim war einfach nur brillant. Es ist eine klasse Veranstaltungsörtlichkeit und der Sound war weitaus besser wie in Chicago. Hier bietet sich ein viel besseres Klangerlebnis, einfach nur genial!“.

Vielen Dank an diese beiden Herren – eine wundervolle Zusammenfassung der Impressionen des Abends.

Und somit auch unser Fazit:

Diese Tour ist ein absolutes „Muss“ für alle „Pink Floyd“-Anhänger und Fans großartiger Bühnenshows. Wer diesen tollen Abend am 11.04.2016 in Mannheim nun leider verpasst hat, muss nicht traurig sein, denn noch bis Ende April 2016 ist die Pink Floyd Tribute-Band auf Tour in ganz Deutschland unterwegs. Die Tourdaten und noch verfügbare Tickets könnt ihr in unserem Ticketshop einsehen.

Und selbstverständlich findet ihr auch HIER in unserer Bildergalerie schon eine Vielzahl an Bilder der gigantischen Show in Mannheim.

 

About the author: Dannie