WWE-Road to WrestleMania 2016 in Mannheim

WWE Germany Live: “Road to WrestleMania” 2016 in Mannheim

Am gestrigen Freitagabend, 12.02.2016, war es endlich soweit – die Stars von SmackDown und Raw machten auf ihrer Deutschlandtour Halt in der SAP-Arena in Mannheim.
Die Live-Events von WWE (World Wrestling Entertainment) begeistern seit Jahren Menschen in aller Welt. Die Tour, die in den letzten Tagen bereits in Bremen und Köln stattfand und am 13.02.2016 in Magdeburg endet, zog daher auch gestern in die einzige Show in Süddeutschland Tausende von Fans.


Bereits direkt zu Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr wurde das Intercontinental Championship Match zwischen Dean Ambrose, dem amtierenden Champion, und Rusev, begleitet von Lana, ausgetragen. Das Publikum zeigte deutlich, dass es keine Aufwärmphase benötigte und feuerte tatkräftig mit „Ambrose, Ambrose“ an, während Rusev und seine hübsche Dana sich lautstarke „Buh“-Rufe gefallen lassen mussten. Bei so viel Rückendeckung konnte es gar nicht anders ausgehen – Dean Ambrose nahm seinen Gürtel stolz auf dem Siegesmarsch nach draußen wieder mit. Zuvor ließ er es sich aber nicht nehmen, den sich am Zaun drängenden Fans die Hände zu schütteln und auch Unterschriften zu geben. Dies dürfte die bereits bestehende große Sympathie der Zuschauer zu ihm auch nochmals beflügelt haben, waren doch einige extra für ihn auch mit Champions-Gürtel in der Arena erschienen.

Leider konnte der „Landvogt“ Cesaro aufgrund einer Verletzung nur für eine kurze Moderation in den Ring steigen. Die bisherige amerikanische Moderation wurde somit durch einen deutschen Beitrag seines LandvogTV unterbrochen. Zur Unterstützung holte der Schweizer Superman sich dann auch keinen geringeren als den deutschen Rapper Eko Fresh dazu, um das nächste Match als „Mannheimer Streetfight“ anzukündigen.
Und so kam, während sich Tyler Breeze bereits schon in seinem schillernden Kostüm divenhaft auf den Ringseilen postierte, unter tosendem Applaus auch Jack Swagger in den Ring. Den Zuschauern schien das Match zu gefallen und so grölten sie auch hier kräftig bei den schmerzhaft aussehenden Moves, die schließlich Jack Swagger zum Sieg führten.
Auch der als einziger völlig maskierte Goldust und Bo Dallas lieferten sich ein spannendes Match, bei dem der Ring nicht nur einmal bebte, als einer der Wrestler mit lautem Knall auf die Bretter geschickt wurde. Doch dieses Match verlangte Goldust wohl noch nicht genug ab, lieferte er sich doch danach noch ein Tanzbattle mit dem unter „What`s up“-Gesang in die Halle freestylenden R-Truth.
Dieser Fun-Part setzte einen gekonnten Gegensatz zu den ansonsten harten Fights und motivierte das sowieso schon kräftig abfeiernde Publikum zu noch mehr Anfeuerungsrufe und Mitfiebern mit ihren Lieblings-Wrestlern.
Der Höhepunkt in der ersten Halbzeit der gigantischen Show im typischen USA-Style bot aber sicherlich das WWE Tag Team Championship Match der drei lustigen Stars von „The New Age“ gegen die beiden Zwillingsbrüder Jey und Jimmy Uso als „The Usos“, unterstützt durch das Schwergewicht Big Show. „The New Day“, welche amtierende Tag Team Champion sind, wollten selbstverständlich ihren Gürtel wieder in Ehren mit nach Hause nehmen und boten somit nicht nur fette Showeinlagen für das Publikum sondern auch einen theatralischen Kampf…den sie jedoch leider durch massiven Einsatz von Big Show verloren.

Nach einer kurzen Pause wurde insbesondere den Männern etwas fürs Auge geboten, als guest referee (Gast-Schiedsrichterin) Summer Rae das Match der Divas Championess Charlotte gegen Paige eröffnete. Die beiden Frauen standen den Männern in nichts nach und boten eine kräftige Show. Hierzu wurden sie wieder lautstark durch das Publikum angefeuert, wobei aber auch Summer Rae-Sprechchöre durch die Halle hallten. Charlotte konnte nach zähem Kampf den Sieg einfahren.
Die geschlagene Paige war danach wohl doch so aufgeladen, dass sie sich gleich noch ein kurzes Battle mit der eigentlich nur als guest referee im Ring agierenden Summer Rae lieferte.
Doch dieser Einschub dauerte nicht lange, war Dolph Ziggler doch schon heiß auf sein Battle mit Kevin Owens. Owens schuf sich jedoch mit provokanten Sprüchen keine großen Fans und so bebte die ganze Halle vor lauter „Ziggler“-Rufen. So beflügelt gewann Dolph Ziggler das Match dann auch und Kevin Owens stapfte sauer aus der Halle.
Die Show, die von Kampf zu Kampf die Stimmung immer mehr anheizte, erfuhr dann seinen Höhepunkt im impulsiven Match von Alberto del Rio und Roman Reigns. Die beiden schenkten sich nichts und kämpften mit allen Mitteln. So wurde der Ringsprecher kurzerhand von Reigns vom Stuhl gezogen, nur um Del Rio diesen überzuziehen. Dieser war kurz geflasht, ließ sich dies aber nicht gefallen und verbannte kurzerhand einen Security vom Stuhl. Dies ging jedoch nach hinten los, traf ihn doch der eigene Stuhl. Reigns, der zwischenzeitlich auch einen massiven Tisch unter dem Ring hervorzauberte, heizte nochmals richtig auf, was Del Rio gar nicht gut bekam. So gab es einen mächtigen Knall, als Alberto Del Rio mit Schwung in den schräg in der Ringecke aufgestellten Klapptisch krachte und dort regungslos liegen blieb. Das Auszählen des Referees war somit nur noch eine Formalie und Roman Reigns ließ sich als Sieger kräftig feiern.

Unser Fazit:
Die engagiert kämpfenden Wrestler boten nicht nur spannende Kämpfe, sondern unterhielten das völlig begeisterte Publikum auch noch mit unterhaltsamen Showeinlagen. Die Show ist somit ein einzigartiger Event für jeden, der Drama und Show liebt. Selbst die Kinder, die zahlreich im Publikum verteilt waren, zeigten sich schon wie richtig große Fans.
WWE „Road to Wrestlemania“-Tour ist ein spannungsgeladenes Event für die ganze Familie. Wir hoffen, dass Mannheim auch bei der nächsten Deutschlandtour wieder für einen Tour-Stopp ausgewählt wird und die Massen mitreißen darf.

 

Dannie Z. (Hockeneheim-FM)

 

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